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Seelsorge jenseits der Sprache – Expeditionen ins Traumland

Veranstaltung

Titel:
Seelsorge jenseits der Sprache – Expeditionen ins Traumland
Wann:
Mo, 26. Februar 2018, 10.00 h - Fr, 2. März 2018, 16.00 h
Wo:
Klinikum rechts der Isar der TU München - München, Bayern
Kategorie:
Fortbildung
Autor:
Peter Ammann

Beschreibung

Seelsorge jenseits der Sprache – Expeditionen ins Traumland 

Veränderte Bewusstseinszustände – Kommunikation – Begleitung - Ethik 

5tägiges Intensivtraining mit Praxisreflexion

Inhalte und Ziele

IntensivstationIm Krankenhaus, auf der Intensiv­station, im Hospiz oder Pflegeheim befinden sich Menschen in vitalen Grenzsituationen. Unsicherheit, Angst, Sorge und Hoffnung sind wohl die primären Gefühle, die Patienten, Angehörige, aber auch das Personal in diesen Räumen in je eigener Weise bestimmen. 

Patienten erleben in dieser Zeit oft ungewohnte seelische Erfahrungen und Bewusstseinszustände (Koma, Delir, Demenz, Schlaganfall etc.). Dies gilt auch und im Besondern für den Prozess des Sterbens. Veränderte oder komatöse Bewusstseinszustände bedeuten jedoch nicht „Abwesenheit“, nicht die „Unfähigkeit“ zur Wahrnehmung und nicht das „Fehlen“ von tief menschlichen Bedürfnissen wie Beziehung und Kommunikation. 

Kranksein ist heute meist bestimmt durch den Blick auf (körperliche) Defizite und den Kampf ums (nackte) Überleben. Dass sich in dieser Zeit auch tiefe seelische und spirituelle Lebensprozesse ereignen, ist noch wenig bekannt. Diese bedürfen der Wahrnehmung, der Beziehung und der Unterstützung, um sich zu entfalten und zu einer bewussten und bedeutsamen Erfahrung zu wandeln.

Welche Rolle haben Seelsorgerinnen und Seelsorger in diesen Prozessen? Wie nähern wir uns Menschen, deren Kommunikation nicht (primär) über die Sprache erfolgt, um sie in dieser Zeit geistlich zu unterstützen? Wie finden wir eine Orientierung? Wie gehen wir mit der Ambivalenz dieser Zustände und Orte um, die sich zwischen Leben und Tod, gut und böse, schützend und bedrohend befinden und ereignen? Welche Bedeutung haben diese Zustände und Ereignisse für mich und wie gehe ich mit meinen Reaktionen um? Welche Wechselwirkungen und Einflüsse hat das Feld (Patienten, Angehörige, Personal, Institution, System) auf den Heilungs- und Bewusstseinsprozess? Was bedeutet dies für eine Ethik der Kommunikation, die nach einem tiefen Verstehen sucht, auch wenn die Signale des Gegenübers nicht vertraut, eindeutig oder minimal sind. 

Diesen und weiteren Fragen werden wir gemeinsam im Kurs nachgehen und Antworten sowie Perspektiven entwickeln, die eigene Rolle als Seelsorger(in) zu finden, anzunehmen und auszufüllen. Die Erkenntnisse, Modelle und Methoden der prozessorientierten Psychologie nach Arnold Mindell bieten eine hervorragende Grundlage für eine seelsorgerliche Haltung und Vorgehensweise im Umgang mit Menschen in veränderten Bewusstseinszuständen und an den Grenzen des Lebens.

Methodik

Psychologische und theologische Theorieeinheiten, intensive praktische Übungen in der Gruppe (z.B. Partnertraining im Klinikbett, Kontemplations- und Wahrnehmungsübungen, Prozessarbeit) und konkrete Begegnungen und Besuche auf Stationen des Klinikums der TU München sowie die persönliche Reflexion und gemeinsame Supervision der Praxis. 

Der Kurs wird nach einem bereits bewährten Curriculum durchgeführt.

Zielgruppe und Teilnahme

SeelsorgerInnen, die in einer Klinik, einem Pflegeheim, Hospiz oder einer vergleichbaren Einrichtung mit veränderten Bewusstseinszuständen konfrontiert werden. Ein sechswöchiger KSA-Kurs oder eine äquivalente Fortbildung (intensiver Selbst- und Gruppenerfahrung, Reflexion, Supervision) ist Voraussetzung zur Teilnahme. Die Anzahl der TeilnehmerInnen ist auf 8-12 begrenzt. Auch Interessierte anderer Berufsgruppen können sich gerne bewerben, sofern sie eine entsprechende Eignung mitbringen. 

Weitere Infos auf: www.traumland-its.de

Termin: 26. Februar bis 2. März 2018. Beginn: Montag, 10.00 Uhr Ende: Freitag, 16.00 Uhr 

Ort: Klinikum der Technischen Universität München, rechts der Isar

Leitung

Peter Ammann

Diplom-Psychologe, Praxis für Prozessorientierte Psychologie Wuppertal, Lehrtherapeut am Ausbildungsinstitut für Prozessarbeit "Arte del Processo" in Italien, wissenschaftlicher Mitarbeiter im BMBF-Forschungsprojekt "CoMiCon", Mitglied der Research Society for Process Oriented Psychology U.K., London. www.peterammann.de 

Thomas Kammerer 

Diplom-Theologe, kath. Pfarrer, Rettungssanitäter, Schwerpunkt Intensivstation, Psycho­traumatologie und Krisenintervention, Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München, Seelsorge

Kursgebühr: 562,00 € (ohne Übernachtung und Verpflegung)

Übernachtung: Wir halten ein Kontingent im Salesianum, München-Haidhausen, St. Wolfgangs-Platz bereit. Übernachtung pro Person in EZ/DZ ca. 39/58 € plus ca. 6 € Frühstück. 

Veranstalter 

Katholischer Krankenhausverband Deutschlands e.V.
Ihre Ansprechpartner: 
Inhaltlich:       Thomas Hiemenz
Telefon:          0761 200-381
Email:             Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 

Seminarorganisation und Anmeldung: Kristin Schürer
Homepage:     www.kkvd.de/termine 
Email:             Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 
Telefon:          0261 6402 – 450 
Telefax:           02631 82529 – 299 

Laden Sie hier den Flyer herunter !

 


Veranstaltungsort

Standort:
Klinikum rechts der Isar der TU München - Webseite
Straße:
Ismaninger Straße 22
Postleitzahl:
81675
Stadt:
München
Kanton:
Bayern
Land:
Germany

Beschreibung

Willkommen beim Klinikum rechts der Isar der TU München!

Das Klinikum rechts der Isar setzt sich mit Engagement und Kompetenz für Ihre Gesundheit ein.
Dafür arbeitet ein hochkarätiges Team aus Ärzten, Pflegern und Wissenschaftlern rund um die Uhr.
Damit Sie sich jederzeit auf uns verlassen können.


So kommen Sie zu uns

Vom Flughafen München zum Klinikum per S-Bahn und U-Bahn

Der Flughafen Franz-Josef-Strauß liegt ca. 30 km außerhalb der Stadt München.
Um vom Flughafen zum Klinikum zu kommen, folgen Sie der Beschilderung im Hauptterminal in Richtung S-Bahn (Alternativ: Taxifahrt; Fahrtkosten ca. 50 Euro; Fahrtdauer ca. 45 Minuten). Vor Betreten des S-Bahn-Bereichs müssen Sie sich einen gültigen Fahrausweis kaufen und entwerten. Nehmen Sie die Linie S8 in Richtung München und fahren ca. 30 Minuten bis zur Haltestelle Ostbahnhof. Steigen Sie dort um in die U-Bahn Linie U5 Richtung Laimer Platz und fahren Sie eine Station bis zum Max-Weber-Platz. Folgen Sie von hier dem Wegweiser "MRI" in die Ismaninger Straße.
 
Vom Hauptbahnhof zum Klinikum per U-Bahn

Folgen Sie der Beschilderung zu den U-Bahn-Linien U4 und U5. Vor Betreten des U-Bahn-Bereichs müssen Sie sich einen gültigen Fahrausweis kaufen und entwerten. Nehmen Sie die Rolltreppe zum Bahnsteig "U4 Arabellapark / U5 Neuperlach" und fahren mit der U4 oder U5 vier Haltestellen bis zum Max-Weber-Platz. Folgen Sie von hier dem Wegweiser "MRI" in die Ismaninger Straße.

Anfahrt mit dem Auto

Falls Sie mit dem Auto anreisen, bedenken Sie, dass Sie im Berufsverkehr mit ca. einer Stunde Fahrzeit vom Stadtrand bis zur Innenstadt rechnen müssen und die Parksituation in der Umgebung des Klinikums sehr angespannt ist. Bitte beachten Sie: Auf dem Gelände des Klinikums stehen derzeit aufgrund von Bauarbeiten kaum Parkplätze zur Verfügung!

 


Anmeldung:

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