20170610 200342 AS IIPeter Ammann (Jahrgang 1963), Psychologe, diplomierter Prozessarbeiter und Heilpraktiker

Seit 26 Jahren arbeite ich therapeutisch mit Menschen. Ich unterrichte international Prozessarbeit nach Arnold Mindell und führe eine private Praxis in London und Wuppertal. In meiner psychotherapeutischen Praxis gehören Einzel-, Beziehungs-, Körpersymptom- und Komaarbeit zu meinen besonderen Kompetenzen.

Schon früh interessierten mich die Bereiche Psychologie, Medizin - klassische wie alternative Ansätze - und Spiritualität. Mein Interesse an sanften, aber dennoch wirkungsvollen, nicht-invasiven, ganzheitlichen Ansätzen führte mich zum Studium und Praxis der klassischen Homöopathie und später zu verschiedenen Formen der Körperarbeit. Nach meiner Ausbildung mit Hugh Milne (Big Sur, CA.) praktizierte und unterrichtete ich 18 Jahre Craniosacrale Therapie. Mein fortwährendes Fragen und Forschen, wer wir sind und was uns antreibt, erhielt neue weitführende Antworten im Studieren der Schriften von C. G. Jung und vor allem tiefere Einsichten und Erfahrungen in der jahrelangen Jungschen Atemarbeit nach Cornelis Venning bei der Atemtherapeutin Irmela Halstenbach (Wuppertal).

1993 traf ich erstmals auf die Arbeit von Arnold Mindell. Ich war und bin noch heute tief beeindruckt, wie er in seiner Prozessorientierten Psychologie sowohl C. G. Jungs Ideen weiterentwickelte als auch neue Ansätze hineinnahm und eine auf Bewusstsein und Wahrnehmung basierende Methode schuf, die Psychologie, Träume, den Körper, Beziehungen, Gruppen, kollektive Themen und moderne Wissenschaft integriert.
Die zentrale Grundhaltung von Prozessarbeit ist „Tiefe Demokratie“. Darunter verstehen wir im Gegensatz zu „Demokratie“ (Herrschaft des Volkes) eine Haltung, in der nicht Mehrheiten regieren und möglicherweise über oder gegen Minderheiten entscheiden, sondern eine Haltung, die alle Stimmen in einem gegebenem System für wichtig erachtet. Das System kann die vielfältige Innenwelt eines Einzelnen, eine Beziehung oder eine Gruppe von unterschiedlicher Größe sein. Dabei sind nicht nur die verschiedenen Stimmen und Positionen in der objektivierbaren Alltagswelt, sondern ebenso die nichtmessbaren, subjektiven Wahrnehmungen wie Stimmungen und Gefühle von Individuen bedeutsam. Tiefe Demokratie bedeutet Interesse und Wertschätzung des Ganzen, Unterstützung von Vielfalt und Unterschiedlichkeit in Gemeinschaft und die Wichtigkeit von Beziehungen mit einem Fokus auf Bewusstheit und Lernen.

Im Rahmen meiner beiden Diplomabschlüsse habe ich über einige Jahre hinweg die erste empirische quantitative Studie zu einem der Anwendungsgebiete in Prozessarbeit durchgeführt: Prozessorientierte Komaarbeit. Die Studie ist mit dem Titel „Reaching out to People in Comatose States: Contact and Communication“ 2012 veröffentlich worden. Mit diesem Hintergrund und meiner umfangreichen Erfahrung habe ich international Vorträge und Fortbildungen für die verschiedensten therapeutischen Professionen einschließlich Palliative Care Fachkräften, ehren- und hauptamtlichen Hospizmitarbeiter, Seelsorgern und Angehörigen gegeben. Eine besondere Einrichtung ist die seit 2008 jährlich stattfindende Weiterbildung „Traumland Intensivstation – Als SeelsorgerIn zwischen den Welten“, die ich zusammen mit dem Klinikseelsorger Thomas Kammerer durchführe. Darüber hinaus biete ich immer wieder gern Workshops und Seminare zu Träumen, Körpersymptomen, Beziehungsarbeit und Konfliktresolution an.

Mein persönliches Anliegen in dieser Arbeit gilt dem Erforschen unserer innersten Natur und der ihr innewohnenden Vielfalt. Mit einem Willkommen heißen von Vielfalt in jedem Einzelnen, in Beziehungen, Gruppen und Organisationen möchte ich dazu beitragen, dass wir gemeinsam eine Welt schaffen, in der wir uns alle miteinander zuhause fühlen.

 

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